Freizeit-Tipps – Lebensart Bad Honnef
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Einkaufen und GenießenThu, 04 Oct 2018 06:12:46 +0000de-DEhourly1https://wordpress.org/?v=4.8.1Die neue Ausstellung: Konrad Adenauer als Rheinländer, Deutscher und Europäer
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Mon, 21 Aug 2017 13:31:29 +0000https://lebensart-badhonnef.de/der-alte-in-rhoendorf-gedenkstaette-stiftung-bundeskanzler-adenauer-haus-copy/
Die neue Ausstellung im Adenauerhaus. Fotos: Daniel Stauch.
Als er geboren wurde, fuhr in Köln noch die Pferdebahn. Als seine Kanzlerschaft nach 14 Jahren endete, testeten die Amerikaner ihre ersten Mondraketen. Konrad Adenauer erlebte die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, das Dritte Reich. 1949 wurde er mit 73 Jahren Gründungskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Jetzt will eine neue, modern konzipierte Dauerausstellung der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf vor allem auch das Interesse jüngerer Generationen am ersten Bundeskanzler wecken – zum Teil mit bisher nicht gezeigten Dokumenten und Exponaten. Die aktuelle Ausstellung „Konrad Adenauer 1876–1967. Rheinländer, Deutscher, Europäer“ wurde am 19. April feierlich eröffnet. Über allem thront Adenauers Wohnhaus mit spektakulärem Blick auf das Rheintal. Hier wurde selbstverständlich nichts verändert.
Ein modernes Raumkonzept vergrößerte die Ausstellungsfläche des Museums von 230 auf jetzt 300 Quadratmeter. Noch immer kommen im Schnitt 35.000 Besucher jährlich zu den Führungen. Nachdem das Adenauer-Museum 20 Jahre lang mehr oder weniger unverändert geblieben war, passt sich die jetzige Ausstellung mit Medienstationen, inszenierten Räumen sowie einem Multifunktionsraum für Schulklassen und Vorträge den heutigen Ansprüchen und Sehgewohnheiten an.
Da vor allem im Rheinland das Interesse am „Alten aus Rhöndorf“ unverändert groß ist, kommen in der neuen Dauerausstellung sowohl Adenauers Wirken als Kölner Oberbürgermeister als auch der rheinische Katholik Konrad Adenauer stärker als bisher zur Geltung. Künftig ist dem „Rheinländer“ Adenauer ein eigener Raum gewidmet. Es werden in alten Filmausschnitten alle wichtigen Großprojekte – wie etwa der Grüngürtel oder der Bau der Messe – vorgestellt, die Adenauer als Kölner OB vorangetrieben hat und mit denen er die Domstadt zur blühenden Metropole des Rheinlandes ausbaute. In den Vitrinen zu sehen sind Adenauers Anstellungsurkunde als Stadtoberhaupt und sein Taschenkalender. Darin markierte der Zentrumspolitiker den Tag, an dem ihn die Nazis aus dem Kölner Rathaus vertrieben. Den größten Raum der neuen Dauerausstellung nimmt naturgemäß die Ära Adenauers als erster deutscher Bundeskanzler ein. Ein Blickfang dürfte der bunte Indianerkopfschmuck sein, den der „Alte“ 1956 bei seiner Ernennung zum „Ehrenhäuptling“ der Vereinigten Indianerstämme von Wisconsin erhielt.
Foto: Pressebild. Konrad Adenauer Stiftung, StBKAH
Die Ausstellung bringt dem Besucher Adenauer nicht nur als Staatsmann und überzeugten Europäer näher als bisher, sondern auch sehr privat und persönlich als Familienmensch, als Rosenliebhaber, Bocciaspieler, Erfinder von allerlei Praktischem wie dem elektrischen Insektentöter oder dem innenbeleuchteten Stopfei, als Krimileser und Kunstsammler. Die neue Dauerausstellung bietet Einsteigern ebenso wie Kennern einen kurzweiligen Einblick in das faszinierende Leben und Wirken Konrad Adenauers.
Öffnungszeiten der Gedenkstätte
07. Oktober bis 30. April:
Dienstag-Sonntag: 10.00-16.30 Uhr. Führungen durch Wohnhaus und Garten von 10 bis 16 Uhr zu jeder vollen Stunde.
01. Mai bis 05. Oktober:
Dienstag-Sonntag: 10.00-18.00 Uhr, letzte Führung zum Wohnhaus 17.15 Uhr. Führungen nach Bedarf.
Montag geschlossen!
Ausnahme: Pfingstmontag.
Ferner bleibt die Gedenkstätte an folgenden Tagen geschlossen: 24., 25., 26., 31. Dezember und 1. Januar
sowie an den Karnevalstagen (Weiberfastnacht, Karnevalssamstag, -sonntag und Rosenmontag).
Im kommenden Jahr, 2016, modernisieren wir für Sie unser Eingangsgebäude, damit Geschichte Zukunft hat. Führungen durch das Wohnhaus und den Garten sind selbstverständlich nach wie vor wie gehabt möglich. Bitte melden Sie sich ab Januar 2016 dazu an den Containern bei der Konrad-Adenauer-Str. 17 an!
Der Eintritt ist frei! Der Besuch des Wohnhauses ist nur im Rahmen einer Führung möglich!
Gruppen ab 10 Personen werden um Anmeldung gebeten:
Tel.: 02224-921-234
Fax: 02224-921-111
E-Mail: [email protected]
Wichtiger Hinweis:
Neuer Besucherparkplatz und Haltebucht für Reisebusse in der Rhöndorfer Straße neben der Feuerwache eröffnet! Von dort ca. 10 Minuten ausgeschilderter und bequemer Fußweg zum Adenauerhaus.
Der Parkplatz ist bewirtschaftet. Für eine maximale Parkdauer von drei Stunden ist zunächst ein Parkschein zu lösen. Den Quittungsabschnitt bitte nach Besuch des Adenauerhauses am Informationsschalter abgeben; Sie erhalten dann eine Wertmarke, deren Einwurf am Automaten Ihnen die Parkgebühr erstattet.
Für Reisebusse ist ebenfalls in der Rhöndorfer Straße 30, direkt neben der Feuerwache, eine Haltebucht zum Aus- und Einsteigen eingerichtet. Als Parkplatz stehen für Busse weiterhin Parkflächen in Bad Honnef am Bahnhof und bei der Endhaltestelle der Linie 66 – ca. acht Autominuten zum Haltepunkt – zur Verfügung.
]]>Pedelec-Verleih in der Stadtinfo Bad Honnef – Für BHAG Kunden zum halben Preis
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Mon, 21 Aug 2017 10:03:10 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=3041Genießen Sie einen Ausflug an Rhein, Sieg oder Ahr oder im Siebengebirge mit unseren Pedelecs. Von Bad Honnef aus führen herrliche Radwege entlang des Rheins z.B. bis zur Ahr- oder Sieg-Mündung. Die elektrische Motorunterstützung bringt Sie entspannt auch bei weiteren Etappen ans Ziel. Wie wäre es mit einer Tour durch das herrliche Ahrtal nach Bad Neuenahr / Ahrweiler oder in die Kristall-Rheinpark-Therme nach Bad Hönnigen. Auch eine Tour zur Siegfähre oder zur Chorruine Heisterbach mit anschließender Einkehr auf dem Petersberg in Königswinter ist ein herrliches Erlebnis. Die Reichweite der Pedelecs beträgt mit einer Akkuladung bis zu 100 km und auch die Steigungen im Siebengebirge bringen Sie nicht aus der Puste.
Zur Zeit hat die Stadtinformation zwei moderne Pedelecs im Angebot. Die Batterien reichen bequem für eine Fahrt bis Koblenz und zurück. Die Fahrräder konnten mit Unterstützung des Bad Honnefer Energie- und Wasserversorgers BHAG angeschafft werden. Gegen eine Tagesgebühr von 20 Euro können sie von jedermann ausgeliehen werden. Kunden der BHAG können über ihre Kundenkarte oder über die App die Räder zu einem Vorzugstarif ausleihen.
Voranmeldung ist erwünscht, da die E-Fahrräder sich auch bei Besuchern der Bäderstadt inzwischen großer Beliebtheit erfreuen. Heidrun Jilka, die ihrer Schwester aus Baden-Württemberg die Schönheit des Rheintals per Fahrrad nähergebracht hat, lobte die einfache Bedienung der Pedelcs: “Wir konnten ohne größere Einweisung gleich losfahren,“ berichtete sie nach einer ausgedehnten Tour den Rhein entlang. „Und selbst auf den relativ flachen Strecken machte sich der Elektroantrieb noch bezahlt, nämlich dann, wenn man Gegenwind hatte.“
Reservierung bei der Stadtinformation Bad Honnef, Rathausmarkt 2–4, Tel.: 0 22 24 / 9 88 27 46., täglich geöffnet von 10 – 18 Uhr, Samstag bis 13 Uhr.
]]>Boule auf der Insel
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Sun, 20 Aug 2017 09:55:16 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=3038Boule-Freunde aufgepasst! Immer Dienstags von 15:00 bis 17:30 Uhr (im Sommer) treffen sich die Boule-Freunde am Bouleplatz auf der Insel Grafenwerth. Von Oktober bis April trifft sich die offene Gruppe von 14:00 bis 16:30 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Bei schlechtem Wetter fällt die Veranstaltung aus. Kontakt: Volker Burghoff, Tel.: 0 22 24 / 41 22
]]>Aegidienberg – Pralinenmanufaktur
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Fri, 24 Jun 2016 15:18:59 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=903
Einkaufserlebnis Werksverkauf
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Mit dem „Aegidienberger“ wurde eine neue Rasse töltender Pferde geschaffen, die den Namen des Gestüts trägt. Die Geschichte der Aegidienberger beginnt Anfang der 70er Jahre. Damals fasste Walter Feldmann senior den Plan, ein Pferd zu züchten, das bei sicherer Töltveranlagung größer und eleganter als das Islandpferd und auch im Sommer klimaresistent sein sollte. Wichtig war, dass die Widerstandsfähigkeit und der einwandfreie Charakter des Isländers erhalten blieben. Die Idee, Island-Pferde mit Caballo Peruano de Paso zu kreuzen, wurde in Peru von Walter Feldmann senior und junior beim Besuch der Peruanischen Meisterschaften in Lima geboren.
]]>Servatiuskapelle in Aegidienberg
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Fri, 24 Jun 2016 14:19:25 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=897
Servatiuskapelle und Servatiushof
Die Kapelle geht auf die spätromanische Zeit zurück. Sie wurde mehrfach von Grund auf instand gesetzt, so 1752, 1951, 1980. Die Kapelle ist dem HI. Servatius geweiht. Servatius war Bischof von Tongeren in den Niederlanden (heute Belgien) und verstarb gegen Endes des 4. Jahrhunderts n. Chr. In der Kapelle befinden sich zwei Statuen des HI. Servatius, die kleinere stammt aus der Gotik, die größere aus der Barockzeit. Beide Figuren sind Kopien der in der Pfarrkirche St. Johann Baptist aufbewahrten Originale.
Die Honnefer gelobten am Ende des Mittelalters, zum Dank für das Erlöschen der Pest, jährlich eine Prozession zur Servatiuskapelle zu machen. Deswegen zieht bis heute am 1. Sonntag im Mai und am 1. Sonntag im September eine Sakramentsprozession von der St. Johann Baptist Kirche in Bad Honnef zur Kapelle.
Aus dem bei der Kapelle errichteten Servatiushof wurde früher der Unterhalt der Kapelle erwirtschaftet (www.pfarrverband-honnef.de).
]]>Aalschocker Aranka
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Fri, 24 Jun 2016 13:55:05 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=892
„Der Aalschokker Aranka vor der romantischen Kulisse des Siebengebirges und der Drachenburg ist ein beliebtes Foto- und Postkartenmotiv.
Wenn die Besucher heute über die Inselbrücke schlendern, die die traditionelle Winzer-, Fischer- und Schifferstadt Bad Honnef mit der vorgelagerten Insel Grafenwerth verbindet, blicken die meisten bewundernd zur Seite. Vor ihnen liegt die Aranka, eines der Wahrzeichen jahrhundertealter Heimatgeschichte in Bad Honnef und der letzte Aalschokker des Mittelrheins.
Ein halbes Jahrhundert ging Fischermeister Willi Jansen von Mai bis November mit der Aranka Nacht für Nacht auf den Rhein – um die Beute zu fangen, der das Schiff seinen Namen verdankt: Aale. Mit Hilfe der 78 Quadratmeter großen Fangnetze konnte das Schiff aus dem Jahre 1917 dem Rhein jahrzehntelang viele Tonnen Fisch entreißen – neben Aalen früher auch Lachs, Maifisch und Stör. Während das Schiff tagsüber in Ufernähe ruhte, wurde es abends an seinem Anker in Fangposition gebracht, „Fieren“ heißt das in der Fachsprache. Der Mast des als Schokkers gebauten Aalfangschiffes hielt die 30 Meter langen, handgeknüpften Netze in der starken Rheinströmung.
Ein Wahrzeichen von Bad Honnef: die Aranka hat ihre Ruhestätte im Altrheinarm vor den Toren der Stadt gefunden. Doch im Laufe der Zeit blieben die Behälter des Schiffes, die bis zu drei Tonnen Ladung aufnehmen können, immer leerer. Schweren Herzens entschloss sich der Bad Honnefer Fischermeister nach 50 Jahren gemeinsamer Dienstzeit zum Verkauf seines Aalfangschiffes, da der Ertrag den Rheinfischer nicht länger ernähren konnte. Damit war die alte Fischertradition der Jansen, die seit 1780 belegt ist, endgültig erloschen.
Helmut Kloss aus Bad Honnef konnte sich mit dem Gedanken, dass das Aalfangschiff nach Holland verkauft werden sollte, nicht anfreunden: „Schon seit meiner Kindheit kenne ich dieses Schiff. Wie oft haben wir am Rhein gespielt. Dieses Stück Stadthistorie muss erhalten bleiben“, sagte er sich. Der Geschäftsmann regte in Zusammenarbeit mit dem Kur- und Verkehrsverein Bad Honnef eine Spendenaktion an, die den Erwerb der Aranka ermöglichte. Gleichzeitig wurde das Schiff als bewegliches Denkmal anerkannt. Einer vollständigen Renovierung mit Unterstützung durch die NRW-Stiftung in einer Oberwinterer Werft stand damit nichts mehr im Wege.
Vor der vollständigen Sanierung der „Aranka“ war das Aalfangschiff in einem traurigen Zustand.
Bevor die Bad Honnefer jedoch ihre Aranka im Frühjahr 1994 in ihrer Ruhestätte im Altrheinarm wieder begrüßen konnten, brachte die Weihnachtszeit 1993 neue Probleme bei der Sanierung mit sich. Willi Berg, der sich nach dem Kauf des Schiffes um die Instandsetzung der Aranka kümmerte, erinnert sich an den Zustand nach dem Hochwasser zum Jahreswechsel 1994/1995: „Der Schiffsbauch war noch nicht zu, das schmutzige Wasser konnte ungehindert eindringen, so dass es nach dem Hochwasser aussah wie auf einem Schlachtfeld.“ Nach stundenlanger Arbeit konnte das Schiff schließlich von den Schlammmassen befreit und die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden.
In einer Werft in Oberwinter wurde das Schiff mit viel Engagement liebevoll restauriert.
Der Heimathafen der Aranka bereitete der Rückkehrerin einen würdigen Empfang. Der Bad Honnefer Kloss kümmert sich auch heute noch mit bemerkenswertem Einsatz um seine „Kinderliebe“. So konnte auf seine Initiative der „Aranka Förderverein e.V.“ gegründet werden, dem Bad Honnef beispielsweise die jährlichen Feierlichkeiten zur Krönung des Aalkönigs auf dem Aalschokker verdankt. Die laufenden Kosten für die Instandhaltung des Schiffes trägt Helmut Kloss jedoch überwiegend aus seiner eigenen Kasse. Vor einiger Zeit übergab er seine Aranka in die liebevolle Pflege und Wartung von Friedhelm Berg, der damit als würdiger Nachfolger das Werk seines Vaters Willi Berg fortführt. So wird die Aranka auch in den kommenden Jahren das romantische Bild der Stadt bereichern und auf zahlreichen Fotos an ihren Einsatz auf dem Rheinstrom erinnern.
Anmerkung Redaktion: Helmut Kloss ist im Jahr 2012 im Alter von 78 Jahren verstorben.“
]]>Gründerzeitvillen in der Hauptstraße
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Fri, 24 Jun 2016 10:21:27 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=870
Die Prachtstraße der Bad Honnefer Innenstadt. Flaniermeile mit Charme auf dem Weg von der Fußgängerzone zum ehemaligen Kurviertel. Richten Sie einmal den Blick nach oben und entdecken Sie die wunderbaren Fassaden der Gründerzeitvillen. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zu den weitläufigen Grünanlagen und der Blick geht in Richtung Rhöndorf im Norden am Fuße des Drachenfels.
Faltplan „Villen und Gründerzeitbauten Bad Honnef. Stadtplan mit Bildern und Beschreibungen. Erhältlich in der Stadtinformation (1,50 EUR Schutzgebühr)
„Bad Honnef, das „Nizza am Rhein“? Sollte Alexander von Humboldt tatsächlich Honnef mit so einem schmeichelhaften Etikett versehen haben, so liegt das an seiner Lage auf der Sonnenseite des Rheins, seinem milden Klima und dem Umstand, dass die Ortschaft sich schon zur Zeit der Rheinromantik großer Beliebtheit erfreute. Karl Simrock hatte seit 1840 ein Haus am Menzenberg, Treffpunkt seiner Freunde und Dichterkollegen.
Eine dichtere Besiedlung gab es nur um die katholische Kirche Sankt Johann Baptist, entlang der Rommersdorfer Straße, in Rhöndorf, nur die Honschaft Mühlheim, eine kleine Schiffersiedlung, reichte bis zum Rhein. An den Hängen bis zum Waldrand wurde überwiegend Wein angebaut. Die ersten Villen, umgeben von kleinen Parks, entstanden nach der Säkularisierung und der Eingliederung in das Königreich Preußen infolge der Neuordnung Europas 1815. Die ehemals geistlichen Güter wurden verkauft und boten wohlhabenden Familien aus dem nahe gelegenen Köln und aus dem Bergischen Land Gelegenheit, sich in Honnef Landhäuser zu bauen. Um 1860 war Honnef schon ein beliebter Luftkurort, was die Honnefer Bürgerschaft dazu veranlasste, in einer Petition an den Provinziallandtag um die Wiedererlangung der kommunalen Selbständigkeit zu bitten, die sie 1808 eingebüßt hatte. Seit 1862 ist Honnef wieder Stadt mit eigener Verwaltung und einem Bürgermeister. 1863 hatte sie aber erst 3568 Einwohner. Der wirtschaftliche Aufschwung Ende des 19. Jahrhunderts wurde gefördert durch den Ausbau der Landstraßen nach Linz und in den Westerwald und den Anschluss an das Schienennetz 1871. Die Personenschifffahrt spielte für den Kurort erst eine Rolle, nachdem die Köln-Düsseldorfer 1908 an der Insel Grafenwerth eine Landungsbrücke errichtete und 1912 die Insel durch eine Brücke mit der Ortschaft verbunden wurde.
Den eigentlichen wirtschaftlichen Aufschwung brachten allerdings erst der Bau der Lungenheilstätte Hohenhonnef 1891 und die Erforschung und Ausbeutung der Mineralquelle durch den Weingutbesitzer Carl Weckbecker auf seinem Grundstück in der Austraße 1896/97.
1898 wurde der Bade- und Kurbetrieb eröffnet, 1906 das Kurhaus mit seiner bemerkenswerten Innenausstattung im Jugendstil gebaut.
Die königlichen Kurgäste, Königin Sophie von Schweden, Emma und Wilhelmina der Niederlande, die sich zwischen 1902 und 1906 hier zusammen mit ihrem Hofstaat regelmäßig erholten, verliehen Honnef zusätzlichen Glanz und verhalfen den Gewerbetreibenden zu beträchtlichen Einnahmen. Zahlreiche Honnefer Geschäfte konnten sich nun „Hoflieferanten“ nennen.
Der eigentliche „Bauboom“ setzte auch in Honnef erst nach Überwindung der Gründerkrise ein. Seinen Höhepunkt erreichte er zwischen 1898 und 1905. So kam Kapital nach Honnef und löste einen zweiten Bauboom aus, der Honnef erst zu einer geschlossenen Bebauung verhalf. Nach 1914 kam die Bautätigkeit fast vollkommen zum Erliegen.
Neue Straßen wurden angelegt, die durchgehend mit Einzel-, überwiegend aber Doppelhäusern bebaut wurden: so die Bernhard-Klein-Straße, die Königin-Sophie-Straße, die Luisenstraße. Auffallend ist, dass die meisten dieser Häuser von Bauunternehmern als Spekulationsobjekte zum sofortigen Weiterverkauf gebaut wurden oder einige Bauherren mehrere Häuser als Investitionsobjekte in Auftrag gaben.
Die Mehrzahl der Architekten (Joh. Gelsdorf, Joh. Vreden, Himmel u. Abels, G. Zeiger u.a.) bevorzugten historistische Hausfronten, Ottomar Stein gestaltete Fassaden im Jugendstil, so „Haus Gutenberg“ (Buchhandlung Werber), Hauptsr. 43, Bahnhofstr. 2a, Bernhard-Klein-Str.“
Textauszug aus dem Faltplan „Villen und Gründerzeitbauten“ von Verena von Dellingshausen, erhältlich in der Stadtinformation Bad Honnef, Rathausplatz 2–4
]]>Fußgängerzone Innenstadt
https://lebensart-badhonnef.de/fussgaengerzone-innenstadt/
Fri, 24 Jun 2016 09:38:46 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=867
Im Herzen von Bad Honnef – der Fußgängerzone – lässt es sich exklusiv Shoppen und Stöbern. Besonders die Bad Honnefer Stadtfeste, die mehrmals im Jahr stattfinden, sind etwas Besonderes. Die einmalige Kulisse der Stadt, der gepflegte Einzelhandel mit dem besonderen Ambiente zwischen Fachwerkhäusern und Villen aus der Gründerzeit haben einen ganz besonderen Reiz und vielfältige gastronomische Angebote bereiten unseren Gästen einen herzlichen Empfang.
Stadtmitte und Markt
Der Mittelpunkt der Stadt – der Marktplatz – wird geprägt von der Pfarrkirche St. Johann Baptist. Bekannt bis weit über die Grenzen von Bad Honnef hinaus sind die beliebten Stadtfeste. Sie sind Synonym für Lebensfreude, Gastfreundschaft und Aktivität des Einzelhandels.
]]>Katholische Kirche St. Johann Baptist
https://lebensart-badhonnef.de/katholische-kirche-st-johann-baptist/
Fri, 24 Jun 2016 08:35:25 +0000https://lebensart-badhonnef.de/?p=861
Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist in der Bad Honnefer Altstadt hat einen auffallend schlanken spätromanischen dreigeschossigen Westturm.
Turm und Scheidemauer zwischen Chor und Langhaus stammen aus dem 12. Jahrhundert. Die gotische Anlage wurde als Hallenkirche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (Hauptteile des Chores) und am Beginn des 16. Jahrhunderts (Langhaus) erbaut. Über dem westlichen Joch des Mittelschiffes spannt sich ein Sterngewölbe. 1912 bereicherte man den Bau um drei Apsiden und ein Querhaus.
Besonders eindrucksvoll sind das reichgebildete Sakramentshäuschen von 1494 und das Heilige Grab mit sieben Figuren unter einem reich verzierten spätgotischen Flachbogen (1514).
11. bis 13. Jahrhundert auf älterem Vorgängerbau errichtet. Neugotisches Querschiff von 1912, spätgotische Innenausstattung (Fresken, Grablegung Christi im nördlichen Seitenschiff, Sakramentshäuschen im linken Chor). Neben der Kirche in der Bergstraße: Küsterhaus, Winzerhaus aus dem 18. Jh., daneben Torbogen des Clever Hofes, dessen Besitzer als Grundherr zusammen mit der Benediktinerabtei Siegburg Patronatsherr der Kirche war. Gegenüber: Torbogen des Siegburger Hofes, der Torbogen wurde nach der Säkularisierung 1803 vom Kloster Heisterbach hierher verbracht.