Geschichtsweg Bad Honnef

Die Faltpläne „Geschichtsweg Bad Honnef“ zu den Ortsteilen gibt es kostenlos in der Stadtinformation am Rathausplatz
Die Faltpläne „Geschichtsweg Bad Honnef“ zu den Ortsteilen gibt es kostenlos in der Stadtinformation am Rathausplatz

Der Geschichtsweg macht die ­Bürger Bad Honnefs und ihre ­Gäste auf die historische Bedeutung von markanten Gebäuden, Straßen, Plätzen und landschaftlichen Punk­ten aufmerksam. Er informiert über die sehenswerten und wissenswerten Besonderheiten der Stadtgeschichte Bad Honnefs und seiner Teile (die z. T. noch, wie im Mittelalter, als „Honschaften“ bezeichnet werden):

In fünf Abschnitten führt der Weg von Rhöndorf nach Rommersdorf-Bondorf, von dort zur Stadtmitte und über die fast in Vergessenheit geratenen früheren Stadtteile Mül­heim und Beuel, auf die heute nur noch Straßennamen hinweisen, nach Selhof, dann ­hinauf nach Aegidienberg Die Abschnitte werden nach und nach erstellt. Zu jedem Teilabschnitt erscheint ein eigener Faltplan.

Informativ und verständlich schon bei kurzem Verweilen bringen die Informationstafeln entlang des Geschichtsweges in Erinnerung, was sich hinter alten Hausnamen verbirgt und welche Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kul­tur­leben die Entwicklung Bad Honnefs über Jahrhunderte hinweg prägten.

So führt der Geschichtsweg Bad Honnef im sogenannten „deutschen Nizza“ mit der reizvollen landschaftlichen Lage zwischen Rhein und Siebengebirge zu den unverwechselbaren Mittelpunkten und Treffpunkten des städtischen Lebens. Der Gesamteindruck setzt sich aus zahlreichen Facetten zusammen. Der traditionsreiche Weinbau zwischen Drachenfels und Menzenberg, vom Siebengebirge bis zum Rheinarm, wird ebenso gewürdigt wie der hohe Stellenwert der Stadt in den Bereichen Kurwesen und Tourismus, Politik und Baugeschichte. Per­sonen-, Familien- und Firmengeschichten sowie Bad Hon­nef als ­Domizil prominenter Bürger bereichern und runden das Bild ab.

Neben dem historischen Baube­stand führt der Geschichtsweg auch vor Augen, wo Verfall, Kriegs­­einwirkung und Zerstörung das frühere Erscheinungsbild gravierend veränderten. Die 1938 in der Reichspogromnacht durch Brandanschlag zerstörte Synagoge ist hierfür nicht das einzige, aber ein eindringliches, mahnendes Beispiel. Durch Spenden Honnefer Bürger mit Unterstützung von Stadtverwaltung, Stadtrat und Schulen konnten sogenannte „Stol­­­persteine“ im Stadtgebiet ver­legt werden, die an die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgten und ermordeten Bürger erinnern (vgl. Adolf Nekum, 1988: „Honnefs Kinder Israels“).

Neben den Tafeltexten finden sich ausführlichere Erläuterungen und Hintergrundangaben im Internet unter www.geschichtsweg-badhonnef.de.

Die Faltpläne sind kostenlos erhältlich bei der Stadtinformation Bad Honnef, Rathausplatz 2-4, 53604 Bad Honnef, Tel.: 0 22 24 / 9 88 27 46, E-Mail:info@stadtinfo-badhonnef.de).

In der Reihe sind erhältlich:

  • Ortsteil Rhöndorf (z. Zt. vergriffen, wird nachgedruckt)
  • Ortsteil Rommersdorf / Bondorf
  • Ortsteil Selhof (in Vorbereitung)
  • Ortsteil Stadtmitte
  • Ortsteil Aegidienberg (in Vorbereitung)

Eine Aktion der Bürgerstiftung Bad Honnef / Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V. / Kultur- und Verkehrsverein e. V.