Beuel

Die ehemalige Honschaft Beuel (vom mittelhochdeutschen „bühel“;Hügel) grenzte an die an die Ortsteile Bondorf, Selhof und Mülheim. Das Prozessionskreuz an der Straße Beueler Kreuz wurde um 1800 an der Stelle eines mittelalterlichen Heiligenhäuschens errichtet. Auf dem neubebauten Areal des früheren Herz-Jesu-Klosters (Hauptstraße 106) diente das im 19. Jahrhundert errichtete Gebäude „Pensionshaus Friedrich Wilhelm Kercher” von 1918–1993 den Schwestern des Augustinerinnen-Ordens aus Neuss als Kloster mit Damenstift für alleinstehende Frauen, danach bis 2004 den Franziskanerinnen vom hl. Josef aus Aegidienberg als Schwesternerholungs- und -altenheim.

Die gegenüber liegende klassizistische Villa Hauptstraße 101 von 1889–90 ließ der Maschinenbauingenieur Alfred Trappen (1828–1908) errichten. Sein Enkel Hans Trappen (1908–2001) begründete die nach ihm benannte Stiftung zur Förderung und Erziehung auf dem Gebiet der Wirtschaft, die besonders dem Siebengebirgsgymnasium zugute kommt. Die Villa Hauptstraße 107 aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war von 1889–1913 im Besitz der Kunstsammlerin und Mäzenin Henriette Hertz (1846–1913; Stifterin der „Bibliotheca Hertziana“ in Rom). An der Schmelztalstraße zum Aegidienberger Ortsteil Himberg liegt nach wenigen hundert Metern, mit dem hohen Schornstein, die Ruine der ehemaligen Wäscherei, die zu Hohenhonnef gehörte und mit dem Sanatorium durch eine Seilbahn und eine Leitung für die Dampfheizung verbunden war (Station 29) – nach ca. 7 km westlich oberhalb die Servatiuskapelle – und von dort ca. 2 km entfernt der Himmerich (beide gehören mit eigener Informationstafel zum Geschichtsweg Bad Honnef).